Warum Kiezküchen?
In der Welt in der wir leben, sind gesunde und leckere Lebensmittel vor allem Menschen mit mittleren bis höheren Einkommen vorbehalten. Menschen aus den unteren Schichten müssen oft mit dem wenigen Geld, das sie zur Verfügung haben, sehr bewusst haushalten. Bei der Miete, den Fahrpreisen für Bus und Bahn oder den Schulbüchern für die Kinder lässt sich jedoch schlecht Geld einsparen. In den letzten Jahren wurden zudem die Preise für Lebensmittel enorm in die Höhe getrieben. Und so kommt es, dass viele Menschen eben beim Wocheneinkauf den berühmten „Gürtel enger schnallen“ müssen. Sie sind gezwungen weniger oder schlechtere Produkte zu kaufen, um gerade so über die Runden zu kommen. Ein fataler Zustand, denn am Ende leidet unsere psychische und physische Gesundheit unter einer mangelhaften Ernährung. Essen ist also ein hoch politisches Thema.
Wofür Kiezküchen?
Zudem gibt es kaum etwas, das mehr verbindet als gemeinsames kochen und essen. Wir alle müssen essen und wir alle lieben gutes Essen. In Essen steckt Geschichte, vielfältige Kultur und Identität.
In einem Alltag, der aus Stress, psychischer und physischer Belastung, Vereinzelung, Zeit- und Geld-Knappheit geprägt ist, bleibt uns oft nicht die Energie und die Ruhe, um die berühmte „Liebe“ ins Essen zu stecken. Essen verkommt so zu einer zusätzlichen Pflicht, die uns unser Körper auferlegt, statt zu einer freudigen und gemeinschaftlichen Praktik, die uns im wahrsten Sinne „nährt“.
Und genau hier setzen unsere Kiezküchen an: Wenn wir gemeinsam und füreinander kochen, bedeutet dies zum einen eine Entlastung für den Einzelnen. Zum anderen stärkt das gemeinsame Essen die Gemeinschaft und den Zusammenhalt unter uns Nachbar*innen.
Nicht zuletzt sind dies auch Voraussetzungen, um uns gegen die tagtäglichen Zumutungen durch Vermieter, Chefs und Behörden zu wehren und für eine bessere Welt zu kämpfen, in der eine gesunde Ernährung kein Privileg mehr einiger weniger ist, sondern eine Selbstverständlichkeit für alle.
Wann?
Derzeit finden keine regelmäßigen Kiezküchen statt. Stattdessen kocht unser Kiezküchen-Komitee im Moment nach Bedarf und zu verschiedenen Anlässen der Stadtteilgewerkschaft:
Bei Mieterversammlungen und Treffen der Mieterinitiative Nahariyakiez, bei unseren Aktiventreffen oder in Zukunft ggf. auch bei unseren Beratungen.
Perspektivisch wollen wir zudem auch das Format unserer regelmäßigen Kiezküchen wieder aufnehmen.
Wenn du also Interesse hast mit und für Nachbar*innen zu kochen, schreib uns einfach eine Mail an kontakt@lirasol.de oder melde dich per whatsapp oder Anruf unter +491783107672.
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